Am 4. Mai 2026 besuchte die Klasse 8cG das Deutsche Museum in München. Ziel des Ausflugs war es, Mathematik und Naturwissenschaften auf spannende und praktische Weise kennenzulernen.
Zu Beginn wurden wir freundlich begrüßt und starteten unsere Führung mit einer ungewöhnlichen Aufgabe: Wir sollten die Länge eines Flugzeugs messen – allerdings ohne Hilfsmittel. Dafür benutzten wir schließlich unsere Schrittlänge. Wir erfuhren, dass man auch die Elle oder sogar die Fingerspanne zum Abmessen benutzen kann. Dabei merkten wir schnell, dass unterschiedliche Messmethoden auch unterschiedliche Ergebnisse liefern können.
Danach gingen wir in einen extra Raum, der nur für unsere Klasse reserviert war. Dort arbeiteten wir mit kleinen Holzstäbchen. Wir schätzten, wie viele Stäbchen wir für bestimmte Flächen benötigen würden, legten die Flächen dann selbst aus und überprüften unsere Vermutungen.
Auch den Satz des Pythagoras erschlossen wir uns, indem wir drei Holzstäbe und vier Holzstäbe im rechten Winkel aneinander legten und gemeinsam nachdachten, wie lange die fehlende Seite des Dreiecks sein müsste. So konnten wir den berühmten mathematischen Satz praktisch untersuchen.
Ein weiteres Highlight war das Foucault’sche Pendel im Treppenhaus des Hauptturms. Das Pendel ist 60 Meter lang und besitzt eine 30 Kilogramm schwere Bleikugel. Seit 1925 zeigt es eindrucksvoll die Erdrotation. Wir sprachen darüber, wie schnell sich die Erde dreht, eher mit der Geschwindigkeit einer Schnecke, eines Fahrradfahrers, eines Flugzeugs oder sogar einer Rakete? Was denkst du? Schließlich erfuhren wir, dass sich die Erde am Äquator mit etwa 1700 km/h dreht und in München etwas langsamer – nämlich ungefähr 1200 km/h.
Danach besuchten wir die Mathematik-Abteilung des Museums. Dort lautete das Motto: „Spiel + Exponat + Anwendung = Spaß hoch drei!“ An vielen Mitmachstationen konnten wir selbst aktiv werden und verschiedene mathematische Phänomene ausprobieren. Immer zu zweit bearbeiteten wir Arbeitsaufträge zu den einzelnen Stationen. Besonders spannend fanden wir die interaktiven Aufgaben, weil man Mathematik dort nicht nur sehen, sondern auch selbst erleben konnte.
Bald darauf führte uns ein Museumsmitarbeiter den sogenannten Harmonografen vor. Dabei wurden zwei Pendel gleichzeitig in Bewegung gesetzt. Durch die überlagerten Bewegungen entstanden wunderschöne Muster und Figuren auf Papier.
Zum Schluss kehrten wir noch einmal in „unseren“ Raum zurück und bearbeiteten Aufgaben zur Symmetrie. Mit verschiedenen Formen und Spiegeln legten wir unterschiedliche Muster nach und entdeckten dabei viele spannende Spiegelbilder.
Abschließend kann man sagen, dass der Besuch im Deutschen Museum für die Klasse 8cG sehr interessant und abwechslungsreich war. Wir konnten viele mathematische und naturwissenschaftliche Themen nicht nur theoretisch kennenlernen, sondern auch selbst ausprobieren.